DIE BÜHNE

Nacht.Rauschen

Eine Collage aus Texten von Falk Richter in einer Inszenierung von Philipp Lux.

NACHT.RAUSCHEN beleuchtet jene nächtlichen Momente von Unruhe und Schlaflosigkeit, in denen unverarbeitete Restpartikel des Tages an die Oberfläche gespült werden: die Flut von Bildern und Informationen, ungelöste Beziehungskonflikte und die Belastungen der Arbeitswelt. Die alltägliche Selbstdarstellung und die Suche nach Erfüllung setzen sich in den erschöpften Köpfen fort und die Außenwelt tyrannisiert das Innenleben.

Check doch nicht immer deinen Facebook-Account, wenn wir uns küssen.
Lad doch nicht immer Bilder hoch, wenn du mit mir schläfst.
Zähl doch nicht immer die Likes, wenn ich deine Hand halte.
Was suchst du denn die ganze Zeit?
Fragst du dich die ganze Zeit, ob da noch was Besseres kommt?
– aus “Rausch” von Falk Richter

Falk Richters Monologe und szenische Fragmente wirken wie ein lang anhaltendes Bildschirmflimmern, das einen Gesamtausfall des Systems ankündigt. Der Autor macht dabei psychotische Bewusstseinszustände sichtbar und erzählt von Menschen, die Dämonen der Angst oder digitalen Zombies gleichen. Zu nächtlicher Stunde träumen sie davon, ihr Leben radikal zu verändern, sehnen sich nach Nähe oder schauen alle Staffeln von Breaking Bad hintereinander…

An einem perfekten Tag würde ich Sex haben mit meinem Freund und mit meinem ExFreund, der würde plötzlich vor der Tür stehen und sich für alles entschuldigen, was er mir angetan hat und dann würden wir alle zusammen schlafen.
– aus “Play Loud” von Falk Richter

 

Besetzung
Marie Dziomber
Lisette Holdack
Kaya Holzmeyer
Mathias Kammerer
Reiner Lange
Mirko Näger-Guckeisen

Regie
Philipp Lux

Regieassistenz
Leonie Wild

Kostüme
Hannah Rolland

Technik
Alexander Kellner

Fotos
Maximilian Helm

Trailer
Sebastian Lay